Madagaskars Ankarafantsika:

Ein vielfältiger und leicht zugänglicher Nationalpark

Der Ankarafantsika Nationalpark umfasst 135.000 Hektar und bietet die besten Bedingungen für einen Besuch. Der Park befindet sich etwa 100km südlich der Hafenstadt Sifaka_Lemur_Ankarafantsika_200_x_300Mahajunga (Majunga) und ist direkt an der RN 4 gelegen, die die Hafenstadt mit Antananarivo verbindet. Acht Lemurenarten sind in dem Nationalpark heimisch. Auch zahlreiche Reptilien wie Süßwasserschildkröten und Chamäleons leben in dem Park. 75 der insgesamt 129 hier lebenden Vogelarten sind endemisch. Mit etwas Glück und ornithologischer Erfahrung können Sie hier den Madagaskarseeadler beobachten. Er gehört zu den seltensten Greifvögeln der Welt und lebt nur hier im Nordwesten von Madagaskar. Das Schutzgebiet ist das ganze Jahr über für Besucher geöffnet. Allerdings sollten Sie sich im Vorfeld ausführlich über die jeweiligen Wetterbedingungen zu Ihrer Reisezeit informieren. Bei Ihren Reisevorbereitungen für Madagaskar sollten Sie in jedem Fall auf geeignete Kleidung achten. Im Nordwesten ist es oftmals sogar während der Trockenzeit von April bis November sehr heiß. Die Temperaturen im Sommer (November bis April) liegen meist noch höher.

Ihre Anreise zum Ankarafantsika Nationalpark

Von Mahajunga dauert die Fahrt zum Parkeingang nahe der Ortschaft Ampijoroa etwa 2 Stunden. Von Antananarivo sollten Sie etwa einen Tag für die Anreise einplanen, die Reise in den Norden Madagaskars ermöglicht einen Besuch in diesem Nationalpark. Die Parkverwaltung bietet insgesamt zehn überdachte Zeltplätze, sowie fünf Zimmer mit Strom und Gemeinschaftsduschen/-WC an. Weitere Zeltplätze sind auf einem Campingplatz in Ambodimanga, einem Dorf in unmittelbarer Nähe zum Parkeingang, verfügbar. Es gibt darüber hinaus ein Restaurant am Eingang des Parks. In letzter Zeit wurden auch eine Reihe von kleinen aber komfortablen Bungalows in der Nähe des schönen Sees Ravelobe eröffnet. Die Besucher können auf 11 gepflegten Wanderwegen tiefe Einblicke in das Ökosystem des Gebietes erhalten. Die Preise für die Wanderungen variieren zwischen 15.000 Ariary für die kurzen und 25.000 für die längeren Touren.

Die unterschiedlichen Touren durch den Ankarafantsika Nationalpark

Die einfachste Strecke durch den Park ist die Tour der Coquerell’s Sifakas, bei der Besucher einigen der berühmtesten Parkbewohnern begegnen. Lemuren, Vögel und Reptilien bekommen Sie bei der etwa zweistündigen Tour mit sehr großer Vanga im Ankarafantsika_NPWahrscheinlichkeit zu Gesicht. Auch für die Tour, die am Ravelobe-See beginnt, sollten Sie in etwa zwei Stunden einplanen. Bei dieser Tour passieren Sie viele der besonders imposanten Baobabs. Die dritte etwa zweistündige Tour ist vor allem für Vogelfreunde und Botaniker geeignet. Besucher bekommen Informationen zu vielen verschiedenen hier heimischen Heilpflanzen, Blumen und zahlreichen Vögeln. Besucher, die ein wenig mehr Zeit aufbringen können, sollten den etwas längeren Ankarota Treck oder die “Quelle des Lebens” buchen. Der Ankarota Treck nimmt in etwa 4 Stunden in Anspruch und führt Sie durch die Savanne, die Lebensraum zahlreicher Tiere ist. Highlight der Wanderung ist das große, durch Erosion entstandenes Loch, das sich inmitten der farbenfrohen Landschaft aus Felsgestein und Waldabschnitten. Die “Quelle des Lebens” hingegen ist eine Tour, die sich unter anderem mit den Sitten und Bräuchen des Volkes der Sakalava befasst. Während Sie zu Beginn Wasservögel, Lemuren und Reptilien beobachten können, die rund um den Ravelobe-See heimisch sind, werden Sie danach an die Heiligstätten des hier ansässigen Stammes geführt. Bis heute werden an diesen Orten mystische, religiöse Rituale durchgeführt. Die angebotene Nachtwanderung ist ein Highlight dieses Parks, bei der Sie seltene nachtaktive Lemuren und andere Kreaturen der Nacht entdecken werden. Die Eintrittsgebühr beträgt 25.000 Ariary pro Person. Lohnend ist auch eine Bootsfahrt auf dem Ravelobe-See, bei der Sie neben schöner Landschaft auch Krokodile und viele aquatische Vögel wie Fischadler, Reiher und Ibisse sehen. Die Preise hängen von der Anzahl der Personen an Bord ab und variieren dementsprechend.