Die geologischen Besonderheiten auf Madagaskar

Madagaskar ist als Insel vor vielen Millionen Jahren noch mit dem afrikanischen sowie dem indischen Kontinent verbunden gewesen. Dann kam es zu einer Verschiebung der Erdplatten und Madagaskar löste sich von der großen Landmasse. Aus geologischer Sicht ist Madagaskar heute ein wahres El Dorado und bietet für Forscher wie auch Mineralienliebhaber eine wahre Spielwiese an Möglichkeiten. Die Insel ist reich an verschiedenen Bodenschätzen, die in mühsamer Arbeit zutage gefördert werden. Gold und Edelsteine, aber auch Graphit oder Titan sind auf der Insel zu finden.

Geologie_Madagaskar_300_x_217 An Bodenschätzen und Mineralien ist Madagaskars Erde überaus reich und gilt als der Fundort mit den weltweit vielfältigsten Mineralien: Chrom, Bauxit, Titan, Graphit, Eisen, Nickel, Glimmer, Steinkohle und Erdöl lagern hier in förderwürdigen Mengen und stellen eine der bedeutendsten Ressourcen des Landes dar. Aber auch „Hochkarätiges“, nämlich Schmucksteine aller Art, finden sich in beträchtlicher Menge und Vielfalt. Besonders berühmt ist Madagaskar für seinen Reichtum an Quarzen und an vielfarbigen Turmalinen, die früher in armdicker Größe gefunden wurden, so wie Saphire, die man südlich von Antsiranana und bei Ilakaka südlich vom Isalo-NP in einzigartiger Qualität  entdeckte.

Praktisch fast alle Schmucksteine wie Smaragde, Rubine, Berylle, Citrine und angeblich Goldsuchersogar Diamanten liegen in der roten Erde verborgen. Unter Geologen berühmt sind auch die Pegmatite der Insel. Dabei handelt es sich um gewaltige granitische Schmelzzonen, die aus dem Erdinneren nach oben gedrückt wurden und sich im Lauf der Erdgeschichte nur sehr langsam abkühlten. Durch den langen Zeitraum des Abkühlungsprozesses konnten sich die verschiedenen Bestandteile der Schmelze besonders in den Bruchzonen voneinander abscheiden und sind daher in reiner, oft kristalliner Form zu finden. Da in Madagaskar die Pegmatite oft bis an die Erboberfläche reichen, ist der Abbau von Mineralien hier besonders einfach und z.T. im Tagebau möglich. Fast erübrigt sich der Hinweis, dass es auch beträchtliche Goldvorkommen gibt: westlich von Antsirabe an der Straße nach Miandrivazo kann man den Goldschürfern im quarzreichen Flussbett bei ihrer mühseligen Arbeit zusehen. Auch ein südafrikanisches Unternehmen schürft hier nach dem gelben Metall. Weitere Vorkommen liegen bei Ambatolampy und Antsiranana.

Für Mineralienliebhaber stellt Madagaskar wohl eines der lohnenswertesten Ziele überhaupt dar. Nirgendwo sonst auf der Insel (und wahrscheinlich auf der ganzen Welt) wird eine derartige Vielfalt an Mineralien und Schmucksteinen angeboten wie in Antsirabe – je nach Verhandlungsgeschick immer noch für verhältnismäßig kleine Münze!

Vulkanismus war auf Madagaskar in früheren Zeiten sehr stark ausgeprägt: bei Ankaizina im Norden (südlich Diego-Suarez) fallen dem Reisenden zahlreiche, grasbewachsene und geradezu „klassisch“ geformte  Vulkankegel auf. Aber auch das Tsaratanana-Massiv, Montagne d´Ambre und das Ankaratra-Massiv sind vulkanischen Ursprungs. Daneben finden sich zahlreiche Kraterseen und Thermalwasservorkommen. Die bekanntesten sind in Ranomafana, in Miandrivazo sowie in Ampefy, westlich von Tana. In der Nähe von Ampefy findet man außerdem falsche Geysiere, die mit ihren angenehm kühlen Temperaturen beliebte Ausflugsziele der einheimischen Bevölkerung sind. Madagaskars Erde, so reich sie auch sein mag, ist karg: fruchtbare Böden, die eine intensive Landwirtschaft zulassen, finden sich fast nur in Regionen vulkanischen Ursprungs, die auch über ausreichende Niederschläge verfügen. Sehr häufig findet sich ein roter Lehm. Auch kalkreiche Untergründe sind nicht selten. Im Hochland fallen daneben die äußerst mageren steinigen Rohböden auf, die nur sehr speziellen Pflanzen ausreichend Halt und Nahrung bieten.

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Sogar Erdöl kommt in einer förderungswürdigen Menge vor. Dabei sind es nicht allein die Mengen der verschiedenen Mineralien und Bodenschätze, die Madagaskar aus geologischer Sicht so faszinierend werden lassen, sondern vor allem die Vielfalt. Nachfolgend möchten wir Ihnen zahlreiche Informationen zur geologischen Beschaffenheit der Insel präsentieren und gleichzeitig einen Blick auf die zahlreichen Bodenschätze der Insel werfen. Wenn Sie möchten, können Sie in Ihrem Urlaub auf Madagaskar eine der verschiedenen Minen oder Goldschürfplätze besichtigen oder einmal über einen sogenannten Edelsteinmarkt spazieren. Wir stellen Ihnen die nötigen Konditionen für eine derartige Reise zusammen und beraten Sie gern bzw. übernehmen auf Wunsch auch die Organisation. Nach einer Kontaktaufnahme setzen wir uns gern mit Ihnen in Verbindung.

Geologische Fakten zur Insel Madagaskar

Die Insel Madagaskar besteht im Grunde genommen aus einem sogenannten Grundgebirge, das bereits zahlreiche Millionen Jahre alt ist. Dieses Grundgebirge Tourmalinebesteht aus kristallinen Gneisen, Quarzen und Glimmerschiefern. Durchzogen ist dieses Gebirge außerdem durch große Granit- und Graphiteinschlüsse. Die Erde ist auf der Insel eher als karg zu bezeichnen, vor allem in den trockenen Regionen des südlichen Madagaskars ist Landwirtschaft kaum noch möglich. Vor allem die zusätzliche Erosion der Böden macht den Menschen auf der Insel das Leben schwer. In diesem Zusammenhang muss auch der charakteristisch rote Lateritboden benannt werden, welcher der Insel Madagaskar auch zur Bezeichnung als „Rote Insel“ verholfen hat. Bei diesem Lateritboden handelt es sich im Grunde genommen um ein Verwitterungsprodukt, bei dem die Gesteine der Oberfläche langsam aber sicher zersetzt werden. Das Problem auf Madagaskar ist, dass die dünne fruchtbare Erdschicht über dem Lateritboden langsam aber sicher fortgespült wird, weil die Menschen einen zu intensiven Ackerbau betreiben. Der Lateritboden wiederum ist alles andere als fruchtbar und fließt gemeinsam mit der wenigen fruchtbaren Erde in die Flüsse der Insel und anschließend in den Indischen Ozean. Raumfahrer berichten, dass dies vom Weltraum aussieht, als würde Madagaskar bluten. Aus geologischer Sicht ebenfalls interessant, sind die Regionen Madagaskars, die vulkanischen Ursprungs sind. Zahlreiche Vulkankegel lassen sich auch heute noch im nördlichen Madagaskar, dort wo das Land noch fruchtbar ist, entdecken. Neben den Vulkankratern zeugen auch die verschiedenen heißen Thermalquellen von der vulkanischen Vergangenheit Madagaskars. In Ranomafana oder in Ampefy finden sich diese heißen Quellen, die für Touristen eine echte Attraktion sind. Auf unseren Natur- und Themenreisen bieten wir Ausflüge zu diesen Quellen an, die sich bei einem Urlaub auf Madagaskar als Reiseziel unbedingt empfehlen.

Die Bodenschätze Madagaskars

In der Einleitung zu diesem Informationsteil wurde bereits erwähnt, dass Madagaskar überaus vielseitig ist, wenn es an die eingelagerten Bodenschätze geht. Chrom, Bauxit, Graphit, Titan, Eisen, Glimmer, Nickel, Steinkohle und Erdöl haben sich unter der IlakakaOberfläche eingelagert und warten praktisch nur darauf vom Menschen gefördert zu werden. Der Weltbedarf an Graphit wird heute schon zu rund 80 Prozent allein von Madagaskar gedeckt. Daneben sind auch die Schmucksteine wie zum Beispiel vielfarbige Turmaline oder Saphire von großer Bedeutung. Legenden zufolge sollen sogar Diamanten unter der Erde Madagaskars zu finden sein. Auch die sogenannten Pegmatite der Insel sind von beachtenswert. Hierbei handelt es sich um magmatisches Gestein, das vor allem für die Gewinnung von seltenen Elementen und verschiedenen Mineralien sehr wichtig ist. So aufregend und gewinnbringend die geologischen Aspekte und Charakteristika Madagaskars auch sind, so unangenehm sind die Auswirkungen des Mineralien-Booms für die Natur und die Umwelt auf der Insel. Die Menschen betreiben durch die Förderung der verschiedenen Mineralien in großem Stil Raubbau an der Natur, was langfristig zahlreiche negative Folgen mit sich bringt. Vor allem die Ilakaka Saphirminenunkontrollierten Rodungen des Regenwaldes, die in diesem Zusammenhang immer wieder flächendeckend auftauchen bzw. durchgeführt werden, schädigen das empfindliche ökologische Gleichgewicht auf Madagaskar dramatisch. Deshalb ist es umso wichtiger den Menschen auf Madagaskar Alternativen anbieten zu können, die sich beispielsweise unter anderem dadurch ergeben könnten, dass die Madagassen über den Tourismus verstärkte Einnahmen verzeichnen. Diese könnten dann in den Naturschutz investiert werden oder zumindest dazu führen, dass weniger Raubbau an den Bodenschätzen Madagaskars betrieben würde. Wenn Sie zu diesen oder anderen Informationen noch Fragen haben oder schon dabei sind Ihren Urlaub auf Madagaskar zu planen, dann wenden Sie sich gern an uns. Mit unserer jahrelangen Erfahrung und aufgrund der Tatsache, dass wir auf Madagaskar leben, können wir Ihnen vielseitige Hilfestellungen anbieten und Ihnen so zu einer unvergesslichen Reise nach Madagaskar verhelfen.


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