Die Flüsse und Gewässer auf Madagaskar

Madagaskar ist eine Insel, auf der Wasser eine wichtige Ressource und ein kostbares Gut ist. Da viele Menschen auf der Insel in erster Linie von der Landwirtschaft leben und Namoronadementsprechend auf kontinuierliche Bewässerung angewiesen sind, die Trinkwasseraufbereitung gleichzeitig aber noch keineswegs den westlichen Standards entspricht, ist Wasser auf Madagaskar überaus kostbar. Deshalb mag es durchaus überraschend wirken, dass der Inselstaat sich eigentlich über Wasserknappheit nicht beschweren kann. Wer schon einmal mit einem Flugzeug über Madagaskar hinweggeflogen ist, der erkennt auf einen Blick die zahlreichen Flüsse, die sich durch die Landschaft schlängeln, in den Gebirgen ihren Anfangspunkt haben und sich von dort langsam in Richtung Ozean fließen. Mehr als 50 nennenswerte Flüsse ziehen sich durch die Landschaft Madagaskars und sorgen dafür, dass die Felder der Bauern aber auch die Pflanzen und Tiere in den tropischen Regenwäldern genug Wasser zur Verfügung haben. Auch unterirdische Gewässer scheint es auf Madagaskar viele zu geben, das diesbezügliche Höhlensystem ist aber alles andere als intensiv erforscht. Vor allem die unterirdischen Wassermassen könnten in der Zukunft für die Menschen Madagaskars noch interessant werden, sofern endlich der Bau von Brunnen und Wasserleitungen in großem Stil erfolgen kann. Bislang scheiterten diese Projekte vor allem mit Blick auf die begrenzten finanziellen Ressourcen, die Madagaskar als einem der ärmsten Länder der Welt nur zur Verfügung stehen. Der Tourismus auf Madagaskar kann auch für diese Lösung ein Problem sein. Schließlich füllt jede Reise nach Madagaskar die Staatskassen um weiteres Geld auf, das wiederum in verschiedene zukunftsfördernde Projekte auf Madagaskar investiert werden kann. Wenn Sie sich bereits für einen Urlaub auf Madagaskar interessieren oder einfach nur etwas mehr über diese atemberaubende Insel erfahren wollen, dann sind Sie bei uns an der richtigen Stelle. Nachfolgend möchten wir Sie über die große Vielfalt der Flüsse und Gewässer auf Madagaskar informieren und dabei vor allem auch einen kleinen Einblick in die verschiedenen Möglichkeiten offenbaren, die diese Gewässer Ihnen in einem Urlaub auf Madagaskar in Bezug auf außergewöhnliche Abenteuer bieten könnten. Sollten Sie hierzu noch Fragen haben oder sich nach einem konkreten Angebot umsehen, lohnt sich ein Blick auf unsere Reiseinformationen oder eine direkte Kontaktaufnahme.

Die faszinierendsten Flüsse auf Madagaskar

Wie bereits eingangs erwähnt wurde, gibt es auf Madagaskar mehr als 50 verschiedene Flüsse, deren Ursprung meist im Gebirge liegt. Die Flüsse sind teilweise Betsibokarecht klein und nicht mit Booten befahrbar, verfügen teilweise aber auch über eine beachtliche Größe. Der Mangoky gilt als längster Fluss Madagaskars und verfügt über eine Länge von mehr als 800 Kilometern. Der zweitlängste Fluss, der Ikopa, besitzt nur eine Länge von rund 660 Kilometer. Der Mangoky entspringt etwas östlich der Stadt Fianarantsoa und fließt dann in westliche Richtung, bis er am Ende seines Verlaufs in die Straße von Mosambik mündet. Aus touristischer Sicht interessanter sind allerdings die beiden Flüsse Tsiribihina und Betsiboka. Der Betsiboka ist von ursprünglichem Primärwald umgeben und mit ein wenig Glück lassen sich sogar vom Boot aus einige der außergewöhnlichen Bewohner dieses Waldes erblicken. Auf unseren Reisen durch Madagaskar empfehlen wir Touristen gern eine Einbaum-Tour über einen der beiden Flüsse. Kurze Pausen für Tierbeobachtungen sind auf dieser Tour ebenso eingeplant wie eine Übernachtung unter dem Sternenhimmel auf einer Sandbank. Doch auch andere Flüsse haben für Touristen ihren Reiz, auch wenn sie nicht befahrbar sind. Der Sakaleona verfügt beispielsweise über große Wasserfälle, die einen einzigartigen und atemberaubenden Anblick bieten. Auch der Canal des Pangalanes, eine künstlich angelegte Wasserstraße, die an der Ostküste Madagaskars parallel zum Indischen Ozean verläuft, ist eine große Sehenswürdigkeit, ist der längste Kanal der Welt. Früher wurde dieser Kanal häufig als einfach nutzbare Wasserstraße von Schmugglern genutzt. Eine Reise auf diesem Kanal können wir aufgrund des sensationellen Ambientes und der faszinierenden landschaftlichen Eindrücke nur empfehlen. Einige unserer großen Naturreisen werden deshalb so geplant, dass eine Tour auf dem Canal des Pangalanes enthalten ist.

Die beeindruckenden Seen auf Madagaskar

Größere Binnengewässer sind auf Madagaskar nicht gerade selten. Bei der Trinkwasserversorgung, für den Fischfang sowie auch für die Landwirtschaft spielen diese SonnenuntergangSeen eine wichtige Rolle. Vor allem im zentralen Hochland gibt es viele von ihnen, dort wo der Boden fruchtbar genug ist, um effektive Landwirtschaft zu betreiben. Einige der Seen haben sich zudem zu touristischen Highlights entwickelt, die wir immer wieder gern auch in unsere Reisen nach Madagaskar einbinden. Hierzu gehört beispielsweise der Lac Alaotra, der als größter See in ganz Madagaskar gilt. Er umfasst eine sehr große Fläche und kann bei starkem Regen noch einmal deutlich anwachsen und dann mehr als fünfhundert Quadratkilometer groß werden. Das Gebiet rund um den Alaotra-See wird in erster Linie für den Reisanbau genutzt. Da der Boden in diesem Zusammenhang starken Erosionen ausgesetzt ist, wird der ohnehin eher als flach einzustufende Alaotra-See zunehmend flacher und flacher. Auch dies ist eines der zahlreichen Beispiele dafür, wie der Mensch das natürliche Gleichgewicht auf Madagaskar durcheinander bringt. Die Folgen aus diesem Verhalten sind wiederum sehr negativ für die rund um den bzw. auf dem Lac Alaotra lebenden Pflanzen und Tiere. Vor allem die Madagaskarenten sind stark bedroht. Dasselbe gilt für den Madagaskar-Zwergtaucher, der hier lebt, sowie auch für den Alaotra-Bambuslemur, der ausschließlich im Schilfgürtel des Sees vorkommt, und offiziell als „vom Aussterben bedroht“ eingestuft worden ist. Weitere wichtige Seen sind der Lac MantasoaLac Ihotry, der Lac Kinkony sowie der Lac Itasy, die jeweils für sich einen Ausflug wert sind, weil sie außergewöhnliche Einblicke in die jeweiligen Lebenswelten offenbaren.