Die geographische Lage Madagaskars

Madagaskar ist ein Inselstaat, was bedeutet, dass mehrere kleinere oder größere Inseln bzw. Teile von Inseln diesen Staat bilden. Wichtig ist dabei, dass keine dieser Inseln mit der Landfläche eines Kontinents verbunden ist. Bei Madagaskar ist dies tatsächlich nicht der Fall, denn die Insel ist ungefähr 600 Kilometer von der Ostküste Afrikas entfernt. Insgesamt gibt es weltweit nur vier andere Inseln, die größer sind als Madagaskar: Australien, Grönland, Neuguinea und Borneo. madagascar_1895

Madagaskar umfasst eine Fläche von exakt 587.041 Quadratkilometern und beheimatet mehr als 23 Millionen Einwohner. Die Küstenlänge des Inselstaates umfasst mehr als 4.800 Kilometer und Madagaskar ist im Indischen Ozean beheimatet. Nicht selten kommt es vor, dass Wissenschaftler und Experten von Madagaskar wie von einem eigenständigen Kontinent sprechen. Das hängt aber keineswegs mit der beachtlichen Größe der Insel zusammen, sondern wegen der vollkommenen Isoliertheit, in der Madagaskar viele Jahrhunderte bzw. Jahrtausende verbracht hat. Worin genau die faszinierenden geografischen Eigenschaften Madagaskars bestehen und was dies für Sie und Ihre Reise nach Madagaskar bedeuten kann, soll im nachfolgenden Artikel aufgeführt werden. Hierbei gilt es allerdings zu bedenken, dass wir uns in erster Linie auf die grundsätzlichen Informationen zur geografischen Lage und Situation Madagaskars beschränkt haben. In den weiteren Unterpunkten können Sie dann auf Wunsch weitere Informationen zu den Inseln auf Madagaskar, den Provinzen und Städten sowie zu den Flüssen und Gewässern entdecken.

Die Entstehung Madagaskars

Madagaskar ist heute eine Insel, gehörte aber vor vielen Millionen Jahren zu einem sogenannten Superkontinent mit dem Namen Gondwana. Dieser Superkontinent hatte mitunter Ausmaße von mehr als 73 Millionen Quadratkilometer und umfasste die heute eigenständigen Länder und Kontinente Südamerika, Neuguinea, Australien, Afrika, Madagaskar, Indien, Arabien und Antarktika. Im Zuge der Verschiebung der sogenannten Kontinentalplatten, brach Gondwana im Laufe der Geschichte in einzelne Teile auseinander, von denen ein Teil sich als Madagaskar als eigenständige Insel behaupten konnte. Da Madagaskar sich vor spätestens 90 Millionen Jahren komplett von den Überresten Gondwanas löste, existierte die Insel seitdem als eigenständiges Eiland vor der Küste Afrikas. Die Folge dieser Entwicklung war, dass sich die Flora und Fauna auf Madagaskar vollkommen unabhängig zu entwickeln begann. Heute sind die Verwandtschaften kaum noch zu rekonstruieren und viele Arten, die auf anderen Teilen der Erde schon längst ausgestorben sind, lassen sich auf Madagaskar noch wiederfinden. Das allein stellt für viele Reisende einen deutlichen Vorteil eines Urlaubs auf Madagaskar dar: Hier lässt es sich in eine Welt abtauchen, die allem, was man normalerweise kennt, so völlig fremd ist, dass sich die Reise nach Madagaskar zu einem spektakulären und unvergesslichen Abenteuer entwickelt.

Die genauen Charakteristika der Insel

Wie bereits weiter oben angemerkt wurde, befindet sich Madagaskar derzeit rund 400 Kilometer von der Ostküste Afrikas entfernt. Da sich die Kontinentalplatten aber weiterhin bewegen, ist es gut möglich, dass sich diese Position im Laufe der nächsten Jahrtausende noch verändert. Die Insel misst derzeit eine Länge von 1.580 Kilometern, wenn von der südlichsten Spitze bis zum nördlichsten Zipfel gemessen wird. In der Breite umfasst die Insel eine maximale Kilometerzahl von 580. Vor allem für diejenigen Reisenden, die auf der Insel von Nord nach Süd oder umgekehrt unterwegs sind, kann sich diese Reise durch Madagaskar zu einem echten Abenteuer ausspinnen, da die Infrastruktur in den meisten Regionen keinesfalls den hierzulande bekannten Standards entspricht. Der höchste Berg Madagaskars hört auf den Namen Maromokotro, der 2.876 Meter hoch ist und damit die deutsche Zugspitze nur um etwas weniger als 100 Meter unterbietet. Die größte Stadt Madagaskars ist gleichzeitig auch die Hauptstadt der Insel, Antananarivo. Weitere große und wichtige Städte sind Antsirabe, Toamasina und auch Fianarantsoa. Einige Inseln liegen vor der Küste Madagaskars, zu denen beispielweis die bei Touristen sehr beliebte Insel Nosy Be gehört.

Die verschiedenen Zonen Madagaskars

Aus geografischer Sicht wird Madagaskar in fünf verschiedene Zonen unterteilt: das zentrale Hochland, die Ostküste, das Tsaratanana-Massiv im Norden der Insel, der Südwesten und die Westküste des Landes. Das zentrale Hochland wird durch ein Hochplateau gebildet, das von Osten nach Westen in einem sanften Gefälle ausläuft. An der Ostküste sind teilweise starke Anstiege zu verzeichnen, was zu einer charakteristischen Stufenbildung führt. An der Ostküste finden sich auch die regenreichsten Gebiete der Insel, da dort nicht nur der raue Ozean das Klima beeinflusst, sondern auch die Passatwinde am deutlichsten zu spüren sind. Auf den nachfolgenden Unterseiten widmen wir uns ausführlich den geografischen Besonderheiten Madagaskars. Sollten Sie hierzu oder zu einem unserer Reiseangebote noch Fragen haben, freuen wir uns, wenn Sie sich vertrauensvoll an uns wenden.